Vitamine aus dem Keller und dem Garten

Letzte Salate liefert unser Garten


Der Winter ist geprägt durch Erkältungskrankheiten. Durch eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung kann dem vorgebeugt werden. Wer in seinem Garten auch Lagergemüse anbaut, kann sich jetzt noch mit Gemüse aus dem eigenen Garten versorgen. Voraussetzung für die Lagerung ist ein entsprechender Lagerraum mit tiefen Temperaturen und einer höheren Luftfeuchtigkeit. Unter diesen Bedingungen lassen sich Möhren, Rote Rüben, Sellerieknollen, Pastinaken u.a. über Wochen hinweg frisch halten. Auch entsprechende Sorten von Kraut und Wirsing sind gut lagerfähig. Aus diesen Produkten lassen sich gesunde Wintergerichte kochen oder wertvolle Rohkostsalate herstellen. Darüber hinaus gibt es Gemüse, dem die frostigen Temperaturen wenig ausmachen. Porree, Rosenkohl oder Grünkohl halten einiges aus. Lediglich der ständige Wechsel von frieren und auftauen setzen den Pflanzen zu. Scheinbar am meisten Frost hält der Grünkohl aus. Er ist in unserem Raum eher eine Rarität. Sollte aber wegen seines Reichtums an Vitaminen und Mineralstoffen vermehrt angebaut werden. Verarbeitet als deftige Mahlzeit mit einem Schweinebauch oder mit Gerstengraupen als Beilage ergibt er wohlschmeckendes Gericht. Auch „Grünkohl Bratlinge“ finden sicher Liebhaber.

Chicoree ist ein beliebter Wintersalat. Mit seinem leicht bitteren Geschmack hat er viele wertvolle Stoffe, die unsere Verdauung fördern. Wer ihn im Garten selber ziehen will, braucht entsprechend große Flächen und viel Zeit. Ausgesät wird er bereits im Mai. Seine dicken Wurzeln werden im November ausgegraben und eingelagert. Jetzt kann man satzweise Chicoree zum Treiben ansetzen. Dazu werden die Wurzeln in einen hohen Eimer mit etwas Erde dazwischen eingestellt. Die Wurzeln werden mit schwarzer Folie übergestülpt. Bei idealerweise etwa 15° C beginnen die Wurzeln auszutreiben. Die gebleichten Sprosse können nach wenigen Wochen geerntet werden.

Wer im Gewächshaus oder Frühbeetkasten Feldsalat angebaut hat, kann diesen laufend frisch ernten. Gleiches gilt für das Barbarakraut und das Winterpostelein. Diese Pflanzen dienen als Salatgrundlage oder als Gewürzpflanzen für andere Salate.

Wer mit Husten geplagt ist, dem kann Schwarzer Rettich Linderung verschaffen. Dieser feste Winterrettich kann auch als Medizin verwendet werden. Dazu wird der obere Teil der Wurzel abgeschnitten. Dann höhlt man das Innere der Wurzel zum Teil aus und sticht mit einer Nadel ein Loch nach unten durch. Der Rettich wird auf ein Glas gesetzt. In die Höhlung wird nun entweder Honig oder Kandiszucker eingefüllt. Im Laufe der Zeit sammelt sich im Glas die „Medizin“, die bei Husten löffelweise eingenommen wird. Gerade im Winter sind auch Zwiebeln und Knoblauch wertvolle „Gesunderhalter“. Durch ihre Schärfe und ihren Anteil an natürlichen Antibiotika helfen sie uns über die kalten Wochen hinweg.