Gärtnern auf Balkonien

Selbst auf kleinstem Raum können auf dem Balkon oder der Terrasse  frische Kräuter und Gemüse angebaut werden. 

 

Gärtnern liegt wieder im Trend - und das nicht erst seit der Corona-Krise. Wer nicht in der glücklichen Lage ist einem Haus mit Garten zu leben, überlegt vielleicht, wie er seinen Balkon oder die Terrasse zum Anbau von Kräutern und auch Gemüse nutzen kann. Bei entsprechender Größe könnten sogar Obstgehölze kultiviert werden.

Wenn der Standort sonnig genug ist, gedeihen viele Pflanzen auch auf dem Balkon ganz hervorragend. Wichtig ist allerdings, entsprechend große Gefäße zu verwenden. Für Tomaten sollten die Töpfe  auf jeden Fall rund 15 l Inhalt haben. Es ist darauf zu achten, dass das überschüssige Wasser abfließen kann, oder in einem Wasserspeicher gesammelt wird, da zahlriche Pflanzen sehr empfindlich auf Staunässe reagieren.

Wichtig für das Gedeihen der Kulturen ist die Erde. Es können fertige Substrate verwendet werden, man isch seine Erde aber auch selbst mischen. Bei fertigen Substraten sollte darauf geachtet werden, dann  die Erde torffrei ist!

Gerade in den heißen Wochen muss die regelmäßige Wasserversorgung gewährleistet sein. Hilfreich sind Kästen mit einem Wasserreservoir, aus dem sich die Pflanzen mit Hilfe von Dochten das Wasser bedarfsmäßig holen können. Der Handel bietet auch einfache automatische Bewässerungssysteme an, bei denen nur noch für die Kontrolle gesorgt werden muss. Solange die Pflanzen zügig wachsen, zeigen sie uns, dass eine ausreichende Nährstoffversorgung gegeben ist. Sollte der Vorrat im Laufe der Zeit zur Neige gehen, kann mit Flüssigdüngern nachgeholfen werden. Hier bietet der Handel auch biologische Dünger an.

Für den Balkon und die Terrasse kommen Gemüsearten und Kräuter in Frage, die einen höheren Wärmebedarf haben. Deshalb findet man dort gerne Tomaten, Paprika, Peperoni und auch Auberginen. Tomaten werden zudem weniger von der Krautfäule befallen, wenn sie von oben her gegen Regen geschützt sind. Die Pflanzgefäße erwärmen sich auch schneller und besser, als es im Freiland geschieht, was den Wärmeliebhabern zugute kommt. Allerdings wird es gerade bei dunklen Gefäßen und direkter Sonnenbestrahlung den Pflanzen auch mal zu heiß. Dies sollte man beim Standort berücksichtigen. Abhilfe schaffen Übertöpfe oder andere Verkleidungen.

Ist ausreichend Platz vorhanden, können sogar Stangenbohnen oder Zuckermais gezogen werden. Auch Salat und Kohlrabi kann man auf dem Balkon anbauen, sie sollten jedoch nicht in der prallen Sonne stehen.

Eine Bereicherung für jedes Essen sind frische Kräuter. Sie sind nicht nur gesund, sondern sorgen auch für ganz individuelle Geschmacksnoten. Gerade die Kräuter, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammen, sind dankbar für warme Standorte. Ysop und Lavendel sind mehrjährig, Basilikum, Bohnenkraut, Ruccola, aber auch Petersilie, Koriander oder Kerbel kann man leicht selber aussäen, oder sich beim Gärtner Pflanzen besorgen. Gut ist es, nicht zu große Mengen auf einmal zu säen, denn im Kasten gehen die Kräuter schneller in die Blüte über - lieber immder wieder für Nachschub sorgen.