Vorgartenwettbewerb unter dem Motto "Blühende Vielfalt" startet

In dieser Woche startet der traditionelle Vorgartenwettbewerb des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Neumarkt i.d.OPf. e.V. Auch heuer dreht sich alles rund um das Thema „Blühende Vielfalt“.  Die Kommission besteht heuer aufgrund der Sondersituation aus den beiden Kreisfachberatern Franz Kraus und Susanne Flach-Wittmann, die im gesamten Landkreis unterwegs sind, um 92 teilnehmende Gärten aus 30 Gartenbauvereinen zu bewerten.


45 Millionen Hobbygärtner bewirtschaften in Deutschland 17 Millionen Gärten, die Fläche aller Freizeitgärten wird auf 1,4 Millionen Hektar geschätzt – das entspricht der Fläche aller Naturschutzgebiete in Deutschland. Damit leistet jeder vielfältige Vorgarten als Einzelner und erst recht alle naturnahen Gärten in der Summe einen wichtigen und nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Biodiversität. Blühende Vorgärten sind Vorbilder, deshalb stellt der Kreisverband die „Blühende Vielfalt“ in den Mittelpunkt des Vorgartenwettbewerbs und bietet den Mitgliedern von Gartenbauvereinen die Gelegenheit, für ihr gärtnerisches Engagement belohnt zu werden. Der traditionelle Blumenschmuckwettbewerb hat sich längst zu einem richtungsweisenden Instrumentarium gewandelt. Nicht nur Balkonkästen, sondern die gesamte Gestaltung des Vorgartens ist in den Fokus gerückt und damit auch die Idee, dass Vorgärten nicht nur als Visitenkarte des Gartenbesitzers, sondern auch als Beitrag zur Ortsverschönerung zu sehen sind. Mit der Wahl eines Schwerpunktthemas können zusätzlich wichtige Akzente gesetzt werden.


Das Thema „Blühende Vielfalt“ ist beim Kreisverband sicher nicht neu, aber aktueller denn je. Der Wettbewerb ist mit jedem dieser blühenden Vorgärten auch ein eindeutiges Statement gegen den Trend der zunehmenden Versteinerung der Gärten! Bei den Kriterien geht es neben der richtigen Pflanzenauswahl auch um andere wichtige Gesichtspunkte wie z.B. geringe Versiegelung oder ob Wildkräuter wachsen dürfen. Übertriebener Sauberkeitssinn ist deshalb nicht angesagt. Denn eins ist sicher, jeder Eingriff in das Ökosystem Garten bewirkt eine Reduzierung der Artenvielfalt. Ein Garten muss deshalb aber keineswegs zur Wildnis mutieren, um dem Naturschutzgedanken Rechnung zu tragen. Denn Gärten sind Räume, die vom Gartenbesitzer nach seinen Bedürfnissen gestaltet werden dürfen. Mit viel Einfühlungsvermögen können Gärten aber auch wichtige Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen sein. 


Wenn nicht jetzt, wann dann? Gelebter Naturschutz beginnt in unseren Köpfen – Blühende Vielfalt erfreut unsere Herzen! Der Vorgartenwettbewerb des Kreisverbandes trägt sicher dazu bei, den „Biodiversitätsgedanken“ noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern!

13.07.2020 | 10:26

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