Kreissieger im Friedhofswettbewerb ausgezeichnet

Bei der Gartenjahrabschlussfeier des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Neumarkt erhielten nun der Friedhof Labersricht der Stadt Neumarkt und die Friedhöfe in Dietkirchen und Habsberg die Preise aus der Hand des Landrats und Kreisverbandsvorsitzenden Willibald Gailler und des Geschäftsführers Werner Thumann überreicht. Dabei handelt es sich jeweils um ein künstlerisch gestaltetes Bronzerelief und eine Urkunde.

Bei der Bildpräsentation der Teilnehmer zeigte Kreisfachberater Franz Kraus die Bedeutung der Friedhöfe als wichtige Orte der Kultur in unseren Städten und Dörfern auf. Die derzeit sich überall zeigenden Veränderungen im Friedhofs- und Bestattungswesen erfordern vorausschauende Überlegungen der Träger. Vor allem der Wunsch nach Urnenbestattungen nimmt stark zu, so dass selbst in den kleinen Dorffriedhöfen Lösungen erforderlich sind. Die teilnehmenden Friedhöfe erhielten Anregungen der Jury, um auch zukünftig den Wert und die Bedeutung dieser Orte herauszustellen.

Landrat Gailler dankte den Jurymitgliedern Architekt Michael Kühnlein sen., den Gärtnern Herbert Haberler und Thomas Heiler, sowie den Vertretern des Kreisverbandes Rosina Grad und Franz Kraus für ihre Arbeit. Der 3. Preisträger im Landkreis Neumarkt ist der Friedhof Labersricht der Stadt Neumarkt. Als Vertreter der Stadt Neumarkt nahmen Christopher Härtl, sowie der Stadtrat und Friedhofsreferent Heiner Zuckschwert den Preis entgegen. Die Jury hat zwei Sonderpreise vergeben. Diese erhalten die Friedhöfe in Dietkirchen und Habsberg. 

Unser Friedhof - Ort der Würde, Kultur und Natur

Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Neumarkt beteiligte sich am landesweiten Friedhofswettbewerb „Unser Friedhof – Ort der Würde Kultur und Natur“.

Die Dachorganisation der bayerischen Gartenbauvereine hatte für dieses Jahr einen landesweiten Wettbewerb unter dem Motto „Unser Friedhof – Ort der Würde Kultur und Natur“ ausgeschrieben. Schirmherrin ist die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf.  Ziel des Wettbewerbs ist es, das Bewusstsein für gut gestaltete Friedhöfe zu schärfen. Die Träger der Friedhöfe haben sich derzeit mit sich verändernden Bedingungen im Bestattungswesen auseinanderzusetzen. So nimmt auch am Land der Wunsch nach Urnenbestattung zu. Auch Baumbestattungen und andere Alternativen zur herkömmlichen Erdbestattung führen dazu, dass Grabfelder nicht mehr belegt werden und freie Plätze auf den Friedhöfen zunehmen. Durch das Herausstellen positiver Beispiele sollen der Öffentlichkeit besonders nachahmenswerte Möglichkeiten aufgezeigt werden.

Insgesamt wurden von den Trägern der Friedhöfe im Landkreis Neumarkt zwanzig Teilnehmer gemeldet. Diese wurden von der fünfköpfigen Jury nach einem umfangreichen Kriterienkatalog bewertet. Die Entscheidung brachte folgendes Ergebnis:

1. Preisträger wurde der Friedhof in Forchheim bei Freystadt. Dieser wird wie oben bereits erwähnt in Triesdorf aufgezeichnet. 2. Preisträger wurde der Friedhof in Freystadt. Dieser wird bei der Abschlussfeier des Bezirksverbandes am 24.Oktober in Schirmitz durch den Vorsitzenden des Bezirksverbandes Oberpfalz für Gartenbau und Landespflege ausgezeichnet. 3. Preisträger ist der Friedhof Labersricht der Stadt Neumarkt, der am 9.Oktober im Rahmen der Gartenjahrabschlussfeier des Kreisverbandes in Pyrbaum ausgezeichnet wird. Darüber hinaus hat die Jury zwei Sonderpreise vergeben. Diese erhalten die Friedhöfe in Dietkirchen und Habsberg. Was gab den Ausschlag für die Entscheidungen?

Forchheim: Der neu am Ortsrand angelegte Friedhof besticht mit seiner durchgängig guten und durchdachten symbolträchtigen Gestaltung. Der großzügig in Grün eingebettete Friedhof strahlt Ruhe und Pietät aus. Die wassergebundenen Geh- und Parkplatzflächen sind Ausdruck der naturnahen Gestaltung. Auf hohe Einfassungen der Gräber wurde verzichtet. Sie sind in einen großzügigen grünen Rahmen eingebettet.

Freystadt: Der großzügig an der Wallfahrtskirche angelegte Friedhof hat Merkmale eines Landschaftsparks. Klare Wegachsen und eine intensive Durchgrünung bestimmen das Gesamtbild der Anlage. Beeindruckend ist die Aussegnungshalle mit Laubengang. Gelungen sind die Bestattungsmöglichkeiten für Urnen.

Stadt Neumarkt Friedhof Labersricht (bei der Kirche Hl. Kreuz): Der großzügig angelegte Friedhof nahe der Kirche Hl. Kreuz nimmt die bewegte Topographie auf. Hier werden die vielfältigsten Bestattungsformen angeboten. Bereichernd ist die künstlerische Ausstattung des Friedhofs mit Werken, die im Rahmen eines Bildhauersymposiums entstanden sind. Die gesamte Anlage präsentiert sich wie ein „Englischer Park“ eingebettet in die Landschaft.

Dietkirchen und Habsberg: Beide Friedhöfe bilden, jeder für sich, ein herausragendes Ensemble einer traditionellen Friedhofskultur. In beiden Friedhöfen prägen nur schmiedeeiserne Kreuze die Gräber, was den Anlagen eine außergewöhnliche Ausstrahlung gibt. Es zeugt von einem guten Gemeinschaftsgeist, dass die Art der Gestaltung über Jahrzehnte so beibehalten wird. Dafür sollen beide Friedhöfe mit einem Sonderpreis des Kreisverbandes bedacht werden.

Landrat und Kreisverbandsvorsitzender Willibald Gailler freute sich über die gute Beteiligung am Wettbewerb, gratuliert den Siegern herzlich und er dankte den Jurymitgliedern für die geleistete Arbeit. Dieser Wettbewerb will positive Beispiele der Friedhofskultur darstellen als nachahmenswerte Beispiele für die zur Zeit stark im Umbruch befindliche Situation auf unseren Friedhöfen.

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Merkblatt der bayerischen Obst- und Gartenbauvereine zur [Grabbepflanzung]

 Merkblatt der bayerischen Obst- und Gartenbauvereine zu [Symbolpflanzen für das Grab]